Inhouse Seminar
Demenz und Sexualität

Ja, geht denn das

Inhalte

  • Auch Menschen mit Demenz haben sexuelle Bedürfnisse
  • Liebe, Sexualität, Zärtlichkeit...Worum geht es?
  • Positiver Umgang mit der Sexualität in der Begleitung von Menschen mit Demenz
  • Möglichkeiten und Grenzen der Begleiterinnen und Begleiter

Zielgruppe

  • Berufliche Mitarbeiter/innen aus Heimen, Tagesstätten, Betreuungsgruppen und ambulant betreuten Wohngemeinschaften
  • Bürgerschaftlich engagierte Mitarbeiter/innen

Methoden

  • Theorie-Input
  • Diskussion
  • Erfahrungsaustausch
  • Übungen
  • Fallbeispiele
Gebuehr

Gebühr
1.000,00 €, zzgl. Fahrtkosten und ggf. Übernachtungskosten

Anfrage

Anfragen unter ...
Telefon 0711 99787-25
Mail: info@demenz-support-bfs.de

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Jeder Mensch - und zwar unabhängig von seiner seelischen, geistigen und körperlichen Befindlichkeit - hat das Recht auf Sexualität.
In Bezug auf die Sexualität sehr alter und/oder pflegebedürftiger Personen herrscht in der Öffentlichkeit jedoch weitgehende Unkenntnis und Schweigen. Dies umso mehr, wenn es um die Sexualität demenziell veränderten Personen geht. Noch heute werden Menschen mit Demenz - vor allem auch in stationären Einrichtungen - sexuelle Bedürfnisse oft schlichtweg aberkannt bzw. ihnen Möglichkeiten vorenthalten, diese zu befriedigen.
Sexuell "anstößiges" Verhalten stellt viele Pflegende vor oft unüberwindliche Hürden und hat nicht selten etwas Angsteinflößendes und Unheimliches - eben weil es sich so ungeschminkt zeigt und bei Pflegenden häufig eigene, tief verinnerlichte Normen verletzt.

Zugleich wird von Pflegenden meist erwartet, sich als asexuelle Wesen zu begreifen oder sich "professionell" zu verhalten, d.h. angesichts sexueller Verhaltensweisen von älteren Personen möglicherweise bei sich selbst hochkommende Gefühle wie Angst, Empörung oder Wut einfach wegzustecken. Besonders bedrohlich werden kann es für Pflegenden, wenn sie sich als Opfer sexuellen Missbrauchs und sexueller Übergriffe durch ältere Menschen erleben und dies aus Scham oder Furcht anderen nicht mitteilen können.

Auch für Frauen und Männer mit Demenz beinhaltet Sexualität nicht allein den Geschlechtsakt, sondern eine Vielzahl von Ausdrucksformen und Möglichkeiten der intimen Begegnung. Ziel des Seminars ist es, unterschiedliche Aspekte und Facetten von Sexualität bei Personen mit Demenz zu beleuchten, um Pflegenden und Betreuenden ein umfassenderes Verständnis für deren Bedürfnisse zu ermöglichen. Behandelt werden auch Möglichkeiten und Grenzen von Pflegenden, diesen Bedürfnissen angemessen zu begegnen und - besonders auch in Konfliktsituationen - menschlich und fachlich angemessen zu reagieren. Ein weiterer Schwerpunkt wird sich daher mit der Frage befassen, welche Möglichkeiten in stationären Einrichtungen und im Pflegealltag zur Verfügung stehen, um sexuellen Bedürfnissen älterer verwirrter Personen positiv zu begegnen.

Körperliche Alterungsprozesse und das Nachlassen geistiger Fähigkeiten beinhalten nicht automatisch das Erlöschen von Gefühlen und lustvollem Begehren. Im Gegenteil: gerade die Gefühlswelt und das sinnliche Erleben gewinnen im fortschreitenden Verlauf einer Demenz zunehmend an Bedeutung.

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