Inhouse Seminar
Zwischen Luftschutzkeller und Rock'n'Roll

Sozialbiografie und Demenz

Inhalte

  • Lebensbedingungen am Ende des zweiten Weltkrieges und in der Nachkriegszeit
  • Politisches Klima und kulturelle Umbrüche in den 50er und 60er Jahren
  • Gesellschaftliche Normen und Moralvorstellungen
  • Lebensgewohnheiten, Kultur und Freizeit der damals jungen Menschen
  • Zeitzeugnisse

Zielgruppe

  • Alle berufliche und ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen sowie Angehörige aus einem Heim, einer Tagesstätte, aus einer Betreuungsgruppe oder aus einer ambulant betreuten Wohngemeinschaft

Methoden

  • Theorie-Input
  • Film- und Tondokumente
  • Erfahrungsaustausch
  • Zeitzeugenberichte
Gebuehr

Gebühr
1.000,00 €, zzgl. Fahrtkosten und ggf. Übernachtungskosten

Anfrage

Anfragen unter ...
Telefon 0711 99787-25
Mail: info@demenz-support-bfs.de

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Personen, die gegen Ende des Zweiten Weltkriegs sowie unmittelbar danach in Deutschland Kinder waren, treten jetzt in eine Lebensphase, in der sich die Wahrscheinlichkeit, eine Demenz zu bekommen, erhöht.

Um älteren verwirrten Menschen ein gutes Leben zu ermöglichen, bedarf es guter Kenntnisse über deren jeweils individuellen Biografien – und damit auch eines Wissens über zeithistorische und soziale Verhältnisse, in die ihr Leben eingebettet war und ist. Denn all dies zusammen formt einen Menschen und hat bis ins hohe Alter Einfluss auf seine seelisch-geistige und körperliche Befindlichkeit sowie auf die Art und Weise, wie er seine individuelle Lebensgeschichte begreift und verarbeitet.

Oft jedoch besitzen die wesentlich jüngeren Begleiterinnen und Begleiter – seien sie beruflich oder ehrenamtlich tätig – kein oder nur wenig Wissen über frühere Zeiten.

Das Seminar will ihnen daher ein facettenreiches Bild über die Lebensbedingungen der unmittelbaren Nachkriegszeit sowie über die enormen gesellschaftlichen und kulturellen Umbrüche, die sich in den 50er und 60er Jahren in Deutschland vollzogen, vermitteln.

Wie erlebten heute ältere und alte Menschen die letzten Tage des Krieges und das Leben in den Trümmerlandschaften Deutschlands? Wie gestaltete sich der Alltag in den Besatzungszonen und welchen Einfluss auf das Lebensgefühl hatte in der jungen BRD das „Wirtschaftswunder“? Welche kulturellen Einflüsse – Stichworte Rock’n’Roll, Schmalztolle und Petticoat – waren prägend? Wie verbrachte man seine Freizeit und wie ging man mit den Moral- und Sexualvorstellungen in dieser Zeit um?

All diese und weitere Fragen sollen in dem Seminar auf anschauliche Weise behandelt werden. Denn wenn wir uns ein möglichst klares Bild von den Lebensgewohnheiten und -umständen der heute älteren Menschen in ihrer Kindheit und Jugend verschaffen, erweitern wir unsere Möglichkeiten, zu ihnen Zugang zu erhalten. Und wir erlangen einen Wissensschatz für die ganz alltägliche Kommunikation und eine gute Grundlage für biografisch orientierte Angebote der Aktivierung.

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