Unsere Philosophie in Begriffen

Unsere "Philosophie" in Begriffen...

Hier ein paar Stichpunkte und Begriffe, die unsere Philosophie, unsere Positionen und Haltungen veranschaulichen können:

Alter(n)

Wir verstehen Alter(n) als etwas, das große Chancen bietet - sowohl für das Individuum, als auch für unsere Gesellschaft.

Alzheimer

Uns erscheint der Begriff vor allem als eine Etikettierung, die Menschen in Furcht und Schrecken versetzt. Dabei gibt es durchaus auch die Möglichkeit eines .guten' Lebens mit Alzheimer - und wir können etwas dafür tun!

Angehörige

Angehörige sind Experten in eigener Sache. Und deshalb sind Angehörige bei uns auch als Lernbegleiter tätig. Gleichzeitig spricht unser Programm auch Angehörige an, die beim Reflektieren und Verarbeiten ihrer Situation Hilfestellung suchen.

Bürger- Engagement

Eine humane Sorge für unsere älteren und demenziell veränderten Mitbürgerinnen und Mitbüger wird nur durch die geteilte Verantwortung von Angehörigen, beruflichen Begleitern und bürgerschaftlich engagierten Menschen zu leisten sein. Deshalb ist bürgerschaftliches Engagement für uns kein Lückenbüßer, sondern eine essentielle Qualität einer zivilen Gesellschaft.

Demenz

Wir halten Demenz vor allem für eine soziale Herausforderung, der wir uns heute stellen müssen.

Demenzfreundliches Gemeinwesen

Wir setzen uns für ein Gemeinwesen ein, in dem für Menschen mit und ohne Demenz ein gutes Leben und Miteinander möglich ist.

Demenzkranke

Diese Bezeichnung birgt die Gefahr in sich, den Menschen auf seinen Krankheitszustand zu reduzieren. Unsere Haltung ist die, stigmatisierende und reduktionistische Zuschreibungen zu vermeiden. Dehalb sprechen wir lieber von Menschen mit Demenz oder von Menschen mit demenziellen Veränderungen.

Medizin

Gewiss muss der gesamte Bereich der Medizin seinen (realistischen) Beitrag dazu leisten, die mit altersbedingten kognitiven Beeinträchtigungen verbundenen Herausforderungen und Probleme zu bewältigen. Darüber hinaus stellen Alter und Demenz jedoch existenzielle Fragen dar, deren Beantwortung die Mitarbeit zahlreicher wissenschaftlicher Disziplinen (Ethik, Gerontologie, Kulturwissenschaft, Psychologie, Pflegewissenschaft, Soziale Arbeit, Soziologie, Theologie, usw.) und Professionen verlangt und die alle Menschen angehen - einschließlich der Betroffenen selbst!

Selbst- Artikulation und Vertretung

Auch alte und hochbetagte Menschen sowie Personen, die mit neurodegenerativen und kognitiven Beeinträchtigungen leben, können ihre Wünsche selbst artikulieren und für sich sprechen. Voraussetzung ist jedoch, dass ihr soziales Umfeld bereit ist, genau hinzuhören und die entsprechenden Möglichkeiten zu schaffen. Menschen mit Demenz sind bei uns auch als Lernbegleiter tätig.

Teilhabe

Die soziale und kulturelle Teilhabe alter und demenziell veränderter Menschen wie auch anderer benachteiligter Personengruppen stellt sich uns als eine Kernfrage unserer Gesellschaft dar.

Theorie und Praxis

Eine Praxis ohne theoretischen Rückbezug und eine Theorie ohne Praxistransfer erscheint uns wenig hilfreich. Unser Arbeiten zeichnet sich durch einen engen Theorie-Praxis-Bezug aus.

Würde

Auch im Alter, bei Pflegebedürftigkeit und mit einer Demenz ist ein Leben in Würde möglich ist - und wir können etwas dafür tun!

Zivil-Gesellschaft

Soziale Aufgaben ausschließlich an den Staat und an professionelle Institutionen zu delegieren stellt sich uns als ein Stück Entmächtigung von Bürgern dar. Ebenso wie die Erziehung von Kindern sind auch Alter und Demenz existenzielle Fragen, die im Rahmen einer Zivilgesellschaft von den Bürgern selbst, von staatlichen und nichtstaatlichen Institutionen und Vereinigungen gemeinsam diskutiert und angegangen werden müssen.

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